BAUM- UND ARTENSCHUTZ

Natur ist die Lebensgrundlage für den Menschen, und zwar in ihrer Vielfalt von Lebensräumen, Pflanzen und Tieren. Auch innerhalb der Stadt umgibt sie uns als Bäume, Wiesen, Parks, Grünstreifen und Teiche mitsamt den Tieren, denen sie auch in der Stadt Lebensraum bietet. Und diese Anwesenheit von Natur auch in der Stadt hat entscheidenden Anteil daran, dass wir unsere Stadt als lebenswert erleben.
In diesen innerstädtischen Biotopen nun finden auch viele besonders schützenswerte Tiere ihren Lebensraum. Als schützenswert gelten solche Tiere, deren Art in ihrem Bestand bedroht ist. Sowohl sie und ihre Wohnstätten, Nester und Höhlen, als auch ihre Eier, Brut oder Jungen stehen unter besonderem Schutz. Zu den besonders schützenswerten Tieren gehören bspw. der Turmfalke, der Grünspecht, der Eisvogel oder das Teichhuhn. Auch der Moorfrosch und der große Abendsegler leben in unserer unmittelbaren innerstädtischen Naturnachbarschaft.
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BAUM- UND ARTENSCHUTZ

Natur ist die Lebensgrundlage für den Menschen, und zwar in ihrer Vielfalt von Lebensräumen, Pflanzen und Tieren. Auch innerhalb der Stadt umgibt sie uns als Bäume, Wiesen, Parks, Grünstreifen und Teiche mitsamt den Tieren, denen sie auch in der Stadt Lebensraum bietet. Und diese Anwesenheit von Natur auch in der Stadt hat entscheidenden Anteil daran, dass wir unsere Stadt als lebenswert erleben.
In diesen innerstädtischen Biotopen nun finden auch viele besonders schützenswerte Tiere ihren Lebensraum. Als schützenswert gelten solche Tiere, deren Art in ihrem Bestand bedroht ist. Besonders schützenswerte Tiere dürfen weder gefangen noch getötet werden. Auch ihre Nester, Eier oder Wohnstätten sind zu respektieren und zu erhalten. Zu den besonders schützenswerten Tieren gehören bspw. der Turmfalke, der Grünspecht, der Eisvogel oder das Teichhuhn. Auch der Moorfrosch und der große Abendsegler leben in unserer unmittelbaren innerstädtischen Naturnachbarschaft.
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Biotop- und Artenschutz

Foto: Pixabay
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Schon eine Baumkrone mit den in ihr nistenden und brütenden Vögeln sowie Insekten, kann als ein Biotop angesehen werden. Was manchen überraschen mag: in einer Baumkrone, beispielsweise einer Eiche, können deutlich über 800 Lebensformen, Moose, Flechten, Pilze, Algen, Aufsitzer wie Misteln oder Efeu, verschiedenste Insekten und natürlich Vögel zusammen existieren. Für sie ist die Eiche ihr Lebensraum. Im umfassenderen Sinne aber ist ein Biotop ein größerer Lebenraum.

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Die Hasenheide mit dem Rixdorfer Teich, der Britzer Garten mit seinen Seen, die eiszeitlichen Pfuhle, deren wir in Neukölln etliche haben, und auch kleinere und größere Friedhöfe sind Beispiele für Biotope in der Stadt. In ihnen finden viele Tiere und Pflanzen Rückzugs- und Lebensraum inmitten der Stadt. 

Wenn möglich, weist das Umwelt- und Naturschutzamt solche Flächen als Landschaftsschutzgebiete aus oder stellt sie als flächenhafte Naturdenkmale unter Schutz; so etwa das Rudower Vogelwäldchen und die meisten der Pfuhle, die als Überbleibsel der letzten Eiszeit sich gerade in Neukölln zahlreich finden.

Foto: Pixabay
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Artenschutz wird großgeschrieben

Foto: Pixabay
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Der Grünsprecht nistet in Baumhöhlen. In Neukölln lebt er bspw. auf Friehofsflächen entlang der Hermannstrasse.

Foto: Pixabay
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Der Turmfalke brütet an Gebäuden. Sein Jagdgebiet sind Freiflächen wie bspw. das Tempelhofer Feld. Da er auch im Turm unseres Rathauses Wohnung genommen hat, hat sich unser Bezirk seinerseits seiner insofern besonders angenommen, als Bürgermeisterin Frau Dr. Giffey Schirmherrschaft für ihn übernommen hat. 

Foto: Fotolia
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Ebenfalls an Gebäuden und in Mauerhöhlungen findet der Große Abendsegler Rückzugsräume. Mit ein wenig Glück sehen Sie ihn im Sommer in der Abenddämmerung bspw. in der Nähe des Kanals über dem Wildenbruchplatz. 

Foto: Pixabay
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Die Seerose ist geschützt und im Britzer Garten zu finden.

Foto: Pixabay
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Auch der Moorfrosch findet sich dort.

Foto: Pixabay
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Mit ein wenig Glück können Sie den Eisvogel an einem der Pfuhle entdecken.

Foto: Pixabay
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Und an den Teichen im Britzer Garten oder in der Hasenheide fühlt sich das Teichhuhn wohl. 

Foto: Pixabay
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Zum Diestelfinken gehört die Silberdiestel. Auch sie ist eine geschützte Pflanzenart.

Handelsartenschutz

Wir kümmern uns nicht nur um den Schutz heimischer Tiere. Auch in anderen Ländern oder sogar in Übersee lebende Tiere und Pflanzen schützen wir insofern, als wir den Handel mit ihnen beaufsichtigen und kontrollieren. Geschützt sind die meisten Papageienarten, viele Reptilien wie zum Beispiel Landschildkröten und Würgeschlangen, einige Affenarten, Elefanten, Nashörner und Raubkatzen. Zum Schutz von Nashörnern, Elefanten und Raubkatzen beispielsweise tragen wir dadurch bei, dass wir den Handel mit Stoßzähnen (Elfenbein), Nashorn und Fellen unterbinden.

 

Bei den Pflanzen sind es vor allem seltene Tropenhölzer wie Palisander und Ebenholz, die wir aus dem Verkehr ziehen. Denn diese Hölzer werden traditionell gerne für Möbel und Schnitzereien verwendet, besonders aber auch für den Bau von Musikinstrumenten wie Flöten, Klarinetten, Gitarren und Geigenbögen. Will eine Privatperson geschützte Tiere oder Pflanzen halten, müssen diese mit Legalitätsnachweisen bei uns angemeldet werden.

Damit sie…

Foto: Pixabay
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Elefanten

Foto: Pixabay
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Nashörner

Foto: Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln
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Grüner Baumpython

Foto: Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln
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Grüner Leguan

Foto: Fotolia
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Langschwanzkatze

Foto: Pixabay
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Schneeleopard

Foto: Wikipedia
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Palisanderbaum (Dalbergia retusa)

Foto: Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln
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Ebenholzbäume

Foto: Pixabay
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Ara Papagei

Foto: Pixabay
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Korallen

Foto: Pixabay
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Schildkröte

…nicht so enden.

Foto: Colourbox
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Foto: Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln
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Foto: Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln
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Foto: Wikipedia
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Foto: Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln
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Foto: Fotolia
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Foto: Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln
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Foto: Wikipedia
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Baumschutz

Illustration: Agentur elsweyer+hoffmann
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Innerhalb des Naturschutzes ist der Baumschutz ein besonderes Aufgabengebiet. Denn, wie oben bereits erwähnt, ist im Grunde schon jeder Baum für sich ein kleines Biotop. Darüber hinaus sind Bäume von großem Wert für das innerstädtische Klima und die Luftqualität. Und sie können, bei entsprechender Anzahl und Dichte, als Lärm“schlucker“ wirken.

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In Berlin sind alle Laubbäume und die Nadelgehölzart Waldkiefer geschützt; bei den Obstbäumen die Walnuss und die Türkische Baumhasel. Befindet sich ein geschützter Baum auf dem Grundstück, so ist er vom Eigentümer zu erhalten und zu pflegen. Ein Baum ist insbesondere dann geschützt, wenn sein  Stammumfang in einer Höhe von 1,30 m mindestens 80 cm beträgt. Ist die Baumkrone niedriger, so gilt der Stammumfang direkt unterhalb der Krone. 

 

Geregelt wird der Baumschutz durch die Baumschutzverordnung. Arbeiten an geschützten Bäumen oder gar eine Baumfällung müssen VOR Ausführung beim Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln beantragt werden und werden von hier aus genehmigt oder auch untersagt. Sollen Bauarbeiten auf einem privatem Grundstück durchgeführt werden, ist grundsätzlich eine Baumfällgenehmigung zu beantragen. In der Zeit zwischen dem 1.3. und 30.9. dürfen Bäume nicht gefällt werden – auch um in ihnen nistende Vögel zu schützen.

Foto: Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln
Foto: Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln

was wir tun

 

Wir unterstützen im Naturschutz tätige Vereine und Verbände, führen ein Wasserbuch, registrieren meldepflichtige Tiere, kontrollieren den Handel wie beispielsweise Zoogeschäfte, Blumenfachgeschäfte und Antiquariate, erteilen Gehegegenehmigungen und beraten Bürger bei allen Fragen rund um den Baum– und den Biotopenschutz.