Dr. Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin & Rainer Teschner-Steinhardt, Leiter des Umwelt- und Naturschutzamtes Neukölln / Foto: Agentur elsweyer+hoffmann/Max Schwarzlose

Bezirksbürgermeisterin Frau Dr. Giffey wird Schirmherrin von Turmfalken

 

Zugezogene, hier Geborene, Junge und Ältere. 328.045 Menschen leben in Neukölln und machen diesen Bezirk lebendig. Quartier bezogen haben auch Turmfalken. Und zwar in dem Turm des Rathauses Neuköllns. Dort brüten sie – hoch in der Luft, ungestört und manchmal sogar mehrere Paare gleichzeitig. Für Nachwuchs sorgen sie ebenfalls: Alljährlich zieht dort oben allein ein Turmfalkenpaar zwischen April und Juli etwa drei bis sechs Junge auf. Für diese Turmfalken habe ich als Hausherrin die Schirmherrschaft übernommen.

Der Turmfalke, lateinisch Falco tinnunculus, zeigt, wie sich diese Tiere an ihre Umgebung anpassen können. Neben Nistmöglichkeiten benötigen sie vor allem ausreichend Beutetiere. Gut bei ihrer Nahrungssuche zu beobachten, sind Turmfalken auf dem Tempelhofer Feld. Während sie schnell mit den Flügel schlagen, um sich in der Luft an einem Punkt halten zu können, scheint es, als würden sie dort oben verharren. Dieser Rüttelflug ist ein typisches Kennzeichen der Turmfalken. Werfen Sie bei Ihrem nächsten Besuch auf dem Tempelhofer Feld doch einmal einen Blick in die Luft. Vielleicht entdecken auch Sie den Greifvogel auf der Suche nach Beute.

Die Neuköllner Rathaus Turmfalken werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern der AG Greifvogelschutz des Nabu Berlin untersucht und betreut. Sie sind es, die erheblich dazu beigetragen haben, dass der Bestand dieser Greifvögel in der Hauptstadt seit den 80er-Jahren so zunehmen konnte. Und das in einer Zeit, in der Häuser massiv saniert wurden und den Turmfalken so natürliche Nistmöglichkeiten in Mauernischen alter Gebäude genommen wurden. Mehr als die Hälfte der Turmfalken sind daher in für sie bereitgestellte Nisthilfen zu finden. Umso erfreulicher ist es, dass sich die Neuköllner Turmfalken so heimisch auf dem Ratshausturm fühlen. Mit meiner Schirmherrschaft möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass dieses so bleibt.